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    <updated>2026-06-14T09:13:53+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Die Hornisse</title>
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                 Im Winter, ist es ruhig geworden in der schmalen Baumspalte. Noch vor wenigen Monaten summte und brummte es hier. Mehrere Hundert Hornissen können im Spätsommer in einem Nest zusammenleben. Natürlicherweise bauen sie es gerne in Höhlen und Spalten von Bäumen. Nach einem solchen Lebensraum suchen Hornissen heute allerdings oft vergeblich. Denn nur wenige Bäume erreichen ihr volles Alter. Dadurch sind Totholzstrukturen wie Höhlen, Spalten oder Rindentaschen selten geworden. Und mit ihnen auch zahlreiche Tiere, die in diesen Strukturen leben.   Doch nicht nur der Schutz ihres Lebensraums ist wichtig für die Hornissen. Auch den Abbau von Vorurteilen braucht es, um das Überleben der Art zu schützen. Denn in menschlichen Siedlungen, die sie notgedrungen durch den Verlust natürlicher Nistplätze aufsuchen, sind sie oftmals keine gern gesehenen Nachbarn. Noch heute werden grundlos Nester zerstört – obwohl die Art in Deutschland gesetzlich besonders geschützt ist und empfindliche Strafen drohen.   Dabei ist die Angst vor den großen, lauten Brummern unbegründet. Denn der Spruch „3 Stiche töten einen Menschen und 7 ein Pferd“ gehört ins Reich der Märchen. Doch seine Wirkung verfehlt er in vielen Fällen leider dennoch nicht: Auch ich hatte als Kind große Angst vor den Hornissen. Glücklicherweise hat sie sich gelegt und ich kann die friedlichen Insekten sorglos bei ihrem emsigen Treiben beobachten. Denn ihre Stiche sind nicht nur weitestgehend harmlos, sondern auch selten. Für gewöhnlich setzen sie sich nur zur Wehr, wenn sie oder ihre Familie bedroht werden. Gefährlich werden kann ein Stich allerdings – wie bei Bienen und anderen Wespen –, wenn eine Allergie vorliegt oder die Atemwege betroffen sind. Hier ist es wichtig, umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen.   Doch wer die Sicherheit und Ruhe hat, sollte sich das Erlebnis nicht entgehen lassen, die Lebensweise der seltenen Tiere zu beobachten. Welche spannenden Einblicke dann möglich sind, erfahrt ihr auch in meinen nächsten Beiträgen zur Hornisse. 
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            <title type="text">Die Heide-Feldwespe</title>
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                                            Das Nest der Heide-Feldwespe ist nur etwa handtellergroß und aus verhältnismäßig wenigen Waben zusammengesetzt. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten bauen Feldwespen keine Nesthülle um die Waben herum.
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                 Noch im September ist die Heide-Feldwespe unterwegs. Am liebsten lässt sie sich auf warmen und trockenen Flächen nieder. Dort hat sie ab Mai ihr Nest gebaut. Für gewöhnlich befestigt sie es in einer Höhe von bis zu 30 Zentimetern an Pflanzenstängeln. Wer eine solche Behausung entdecken möchte, sollte sich entweder nah am Boden aufhalten oder mit den Blicken den fliegenden Feldwespen folgen.   Das Nest der Heide-Feldwespe ist nur etwa handtellergroß und aus verhältnismäßig wenigen Waben zusammengesetzt. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten bauen Feldwespen keine Nesthülle um die Waben herum. Die Hülle sorgt im Inneren für eine gleichbleibende Temperatur von etwa 30 Grad. Das wird durch die Lufteinschlüsse erreicht, die sich zwischen den Schichten befinden. Die Feldwespen arbeiten – wie wir Menschen in der kalten Jahreszeit – mit dem „Zwiebelschalenprinzip“. Das Fehlen der Nesthülle ermöglicht uns einen Einblick in das Innere des kleinen Feldwespenvolks.   Übrigens: Feldwespen gelten als friedfertige Nachbarn. Solange man sie in der Nähe des Nestes nicht durch Erschütterungen oder hektische Bewegungen stört, muss man nicht befürchten, dass sie zu einer schmerzhaften Verteidigung ansetzen. 
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            <title type="text">Die Riesenholzwespe</title>
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                                            Die Riesenholzwespe lebt die meiste Zeit des Jahres als heimlicher Bewohner in den Wäldern. Im August ist die beste Zeit, um sie zu beobachten. Dann legt das Weibchen ihre Eier in das Holz von Nadelbäumen.
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                 Die  Riesenholzwespe  lebt die meiste Zeit des Jahres als heimlicher Bewohner in den Wäldern. Im August ist die beste Zeit, um sie zu beobachten. Dann legt das Weibchen ihre Eier in das Holz von Nadelbäumen. Dafür bevorzugt sie kranke Bäume, abgebrochene Äste oder frisch gefällte Stämme. Mit ihrem Legebohrer bohrt das Weibchen ein etwa 1 Zentimeter tiefes Loch ins Holz und legt 4-8 Eier hinein. Dieser Vorgang dauert 5 bis 10 Minuten, während denen die Holzwespe für Feinde ein leichtes Fressen ist. Wenn alles gut geht, legt sie mehrere Gelege mit insgesamt bis zu 350 Eiern an. 
 Für die Riesenholzwespe ist Todholz in Gärten und Wäldern überlebenswichtig. Denn die Larven bleiben während ihrer Entwicklung 2 bis 3 Jahre lang im Holz. Doch für Nahrung ist gesorgt – die Larven fressen bis zu 40 Zentimeter lange Gänge ins Holz. Dass die Riesenholzwespenlarven das Holz überhaupt verdauen können, verdanken sie einem Schleim, der mit den Eiern in das Holz gelegt wurde. Darin sind Sporen des Tannen-Schichtpilzes enthalten. Der Pilz zersetzt nicht nur das Holz, sondern dient den Larven auch als Nahrung. Als solche liefert er ihnen die notwendigen Enzyme zur Verdauung des Holzes. 
 Während sich die Larven noch genüsslich ihren Weg durch das Holz fressen, lauert draußen bereits Gefahr.  Schlupfwespen  tasten mit ihren Fühlern von außen die Baumstämme ab. Durch Essgeräusche verraten sich die Larven der Riesenholzwespe. Hat die Schlupfwespe eine Larve gefunden, bohrt sie mit ihrem Legebohrer mehrere Zentimeter durch das Holz und legt ein Ei in sie. Für die Larve endet das tödlich – nämlich als Nahrung für den Schlupfwespennachwuchs. 
   Übrigens:   Mit einer Körperlänge von 24 bis 44 Millimetern kann die Riesenholzwespe so groß wie eine Hornissenkönigin werden. Sie ist schwarz mit einem gelben Hinterleib und zwei gelben Flecken an den Schläfen. Allerdings ist sie leicht an ihrer fehlenden Taille zu erkennen. Trotz ihres imposanten Legebohrers sind Holzwespen für Menschen völlig harmlos – stechen können sie nämlich nicht. 
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