Der Biber

In vielen Bereichen ist der Biber wahrlich ein Tier der Superlative. Es beginnt bei seinem Erscheinungsbild. Mit bis zu 130 Zentimetern Länge und über 30 Kilogramm Gewicht ist er das zweitgrößte Nagetier der Welt. In der Regel bringt es ein erwachsener Biber allerdings nur auf etwa 20 Kilogramm. Natürlicherweise erreicht er ein Alter von 12 bis 14 Jahren. Bei uns ist der Biber vor allem in der Nacht aktiv. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass es hier kaum Gebiete gibt, in denen er nicht durch ständige Störungen durch den Menschen zur kräftezehrenden Flucht gezwungen wird. In Gebieten, die nur wenig bis gar nicht vom Menschen frequentiert werden, kann man ihn hingegen auch am Tag beobachten. Ansonsten gilt die Faustregel: Je kürzer die Nacht, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Biber auch bei Tageslicht zu Gesicht bekommt. Denn in kurzen Sommernächten fehlt ihm schlicht die Zeit, sich um alle anstehenden Aufgaben in der Dunkelheit zu kümmern.

Dass der Biber den direkten Kontakt mit uns eher meidet, bedeutet nicht, dass er sich nur in menschenleeren Gegenden niederlässt. Ganz im Gegenteil. Der Biber kommt auch im urbanen Bereich bestens zurecht. So verwundert es nicht, dass auch immer mehr Städte ihn als Bewohner in ihrer Mitte begrüßen dürfen. Der Biber ist sehr anpassungsfähig und stellt dementsprechend wenige Ansprüche an seinen Lebensraum. Ausreichend Nahrung vorausgesetzt, kann er fast jedes Gewässer besiedeln, das er auf der Suche nach einem eigenen Revier findet.

Warum heißt der Biber eigentlich Biber – und was hat das mit dem Bären zu tun?

Das Wort „Biber“ stammt aus dem Indogermanischen und bedeutet „braun“. Bär leitet sich von der gleichen Wortwurzel ab. Beides heißt im übertragenen Sinne also „der Braune“. Übrigens wird der Biber in verschiedenen Sprachen ebenfalls „der Braune“ genannt, zum Beispiel in Schweden oder Polen.

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