Der Echte Faulbaum

Der Echte Faulbaum bevorzugt als Standort feuchte Böden. Nach Möglichkeit sollte Staunässe allerdings vermieden werden. Wer den Echten Faulbaum entdecken möchte, sucht am besten an Mooren, in Au- oder Bruchwäldern. Hier fühlt er sich nämlich besonders wohl. Allerdings ist er in der Wahl seines Standortes nicht festgelegt, sodass er durchaus auch auf trockenen Böden gedeiht.
In der Regel treffen wir den Faulbaum in Strauchform an. Dabei erreicht er eine Höhe von zwei bis vier Metern. Seltener wird er seinem Namen gerecht und wächst in der Gestalt eines Baumes. Dann reicht er in eine Höhe von bis zu acht Metern empor.

Mit Faulenzerei hat das Gehölz entgegen seinem Namen übrigens nichts zu tun. Vielmehr beschreibt er den modrig-faulen Geruch seiner Rinde. Das sollte uns eine Warnung sein. Denn der Faulbaum ist für uns giftig.

Auch wenn der Faulbaum für unsere Ernährung keine Rolle spielt, stellt er eine große Bereicherung für den naturnahen Garten dar. Vorausgesetzt, er findet günstige Wachstumsverhältnisse, ist er für eine Reihe von Tieren Lebensraum und Nahrungsquelle. Für den beliebten Zitronenfalter ist der Echte Faulbaum sogar die wichtigste Raupenfutterpflanze. Auch seine Blüten erfreuen sich größter Beliebtheit und werden von Käfern genauso angeflogen wie von Hummeln, Schlupfwespen und natürlich auch Bienen. Wenn die Beeren schließlich reifen, werden sie gerne von Vögeln zur Erweiterung ihres Speiseplans genutzt. Ganz nebenbei sorgen zum Beispiel Mistel- oder Wacholderdrosseln damit für die Verbreitung ihrer Nahrungspflanze.

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