Der Feuersalamander

Der Feuersalamander liebt Buchen. Da überrascht es nicht, dass sein Hauptverbreitungsgebiet in Deutschland in den laubwaldreichen Mittelgebirgen zu finden ist. Die östliche Grenze seiner Verbreitung hierzulande bildet grob die Elbe, in der norddeutschen Tiefebene kommt er praktisch gar nicht vor. Zudem gibt es noch eine Verbreitungslücke im Süden. Diese befindet sich zwischen Isar und Donau und wird als Allgäu-Lücke bezeichnet.

Keine andere unserer heimischen Lurcharten ist derart stark an den Wald als Lebensraum gebunden wie der Feuersalamander. Bevorzugt besiedelt er Buchen- oder Buchenmischwälder. Diese sollten über ein feucht-kühles Klima verfügen. Naturnahe Wälder mit einem hohen Anteil an Totholz erfüllen die Ansprüche des Feuersalamanders am besten. Totholz ist deswegen so wichtig, weil es dem Feuersalamander als feuchtes und gleichzeitig kühles Tagesversteck dient. Auch eine Reihe anderer Versteckmöglichkeiten nimmt er gerne an, zum Beispiel Bauten von Kleinsäugern oder Felsspalten.
Zudem muss sein Lebensraum Laichgewässer vorhalten. Der Feuersalamander benötigt klare Bäche, am liebsten im Quellbereich. Das Gewässer sollte über ausreichend Verstecke verfügen, damit die Larven vor den Blicken der Fressfeinde geschützt sind. Auch für den Winter sucht sich der Feuersalamander ein Versteck, wo er die kalte Zeit in einer Winterstarre verbringt. Hierzu vergräbt er sich im Boden oder sucht Höhlen und Stollen auf.

Den Feuersalamander beobachten

Einem Feuersalamander zu begegnen, hat etwas Magisches. Vielleicht auch, weil solche Begegnungen eher selten sind. Oft kommt der Feuersalamander erst in der Nacht aus seinem Versteck und geht auf Nahrungssuche. Nach heftigen Regengüssen, vor allem während der Paarungszeit, steigt allerdings die Chance auf eine Begegnung am Tag.
Auf seinem Speiseplan stehen die ebenfalls Regen und Feuchtigkeit liebenden Nacktschnecken – den Gärtner wird es freuen. Außerdem verspeist er Raupen, Regenwürmer, Spinnen und Käfer.

Die Warnfarben des Feuersalamanders

Kleidet sich ein Tier in Warnfarben, geschieht das oft aus einem dieser Gründe: Entweder sie warnen mögliche Feinde vor der eigenen Giftigkeit. Oder es wird mithilfe der Färbung nur so getan, als ob man giftig sei.
Auf den Feuersalamander trifft Variante eins zu. Er verfügt zur Verteidigung über starke Hautgifte, die er sehr erfolgreich gegen Fressfeinde einsetzt. Vorausgesetzt er lebt in einem intakten Biotop und bleibt von Krankheiten verschont, kann ihm das Gift zu einem langen Leben verhelfen. Läuft für ihn alles gut, kann er durchaus 10 bis 15 Jahre alt werden. In Gefangenschaft sind sogar Fälle dokumentiert, in denen Feuersalamander über 50 Jahre alt geworden sind.

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