Die Kreuzkröte

Als ich während der Krötenwanderung ehrenamtlich beim Amphibienschutz gearbeitet habe, ist sie mir das erste Mal über den Weg gelaufen. Seitdem ist sie mir besonders ans Herz gewachsen. Vielleicht, weil sie stets zielstrebig in die entgegengesetzte Richtung der Kamera lief und es mir damit schwer machte, sie zu fotografieren.

Die Rede ist von der Kreuzkröte. Anders als der Name vermuten lässt, erkennt man sie nicht etwa an einem Kreuz. Sondern ein gelb-weißlicher Streifen kreuzt den Rücken der 4 bis 8 Zentimetern kleinen Kröte. Sie hat oft eine helle Grundfarbe und ist grün-bräunlich marmoriert. Mit Sicherheit kann man sich bei Amphibien aber nicht auf die Färbung verlassen.

Die Kreuzkröte benötigt warme und trockene Gebiete mit wenig Vegetation, aber ausreichend Möglichkeiten zum Verstecken. Am liebsten mag sie lockeren, sandigen Boden. Für ihre Ansiedlung sind flache Gewässer mit wenig Vegetation Voraussetzung. Aufgrund ihrer Vorliebe für diese vegetationsarmen Lebensräume ist die Kreuzkröte eine sogenannte Pionierart.

Es kommt deswegen immer wieder mal vor, dass sie Großbaustellen oder Abgrabungsflächen (zum Beispiel Braunkohlegebiete) besiedelt. Da gerade die von der Kreuzkröte bevorzugten kleinen, flachen Gewässer am meisten unter Verschmutzung – wie Müll, Dünger und Giften - und Zerstörung – zum Beispiel durch Zuschüttung – leiden, ist die warzige Kröte in ihrem Bestand gefährdet. In Deutschland wird sie daher gleich doppelt geschützt. Sowohl die europäische FFH-Richtlinie als auch das deutsche Bundesnaturschutzgesetz stellt sie unter strengen Schutz.

Die Biologische Station StädteRegion Aachen e.V. ergreift verschiedene Maßnahmen, um die Lebensbedingungen von Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte und Kreuzkröte zu verbessern. Darunter fällt vorrangig das Anlegen neuer Gewässer. In meinem Film habe ich dokumentiert, wie das gemacht wird.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.