Beprobung von Feuersalamandern / Salamanderfresser-Pilz

Gestern Abend ging es für mich gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen auf die Suche nach Feuersalamandern. Die schönen Amphibien sind in Europa weit verbreitet. Noch, muss man sagen, denn in den letzten Jahren hat der Bsal, treffend als „Salamanderfresser-Pilz“ bezeichnet, für Aufsehen gesorgt. Neben den Niederlanden und Belgien wurde er auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen.
Bsal ist die Abkürzung Batrachochytrium salamandrivorans, einen Pilz, der die Haut von Amphibien befällt. Bei uns sind davon vor allem Feuersalamander betroffen. Ein Befall endet für sie in den allermeisten Fällen innerhalb von 10 bis 14 Tagen mit dem Tod. Auf diese Weise haben die Bestände in mehreren Gebieten bereits dramatisch abgenommen.

Die Ausbreitung des Bsal wird mittlerweile in einem Projekt erforscht, an dem neben den Universitäten Braunschweig und Trier auch mehrere Biologische Stationen beteiligt sind. Ein Teil der Arbeit besteht aus der Beprobung von Feuersalamandern. Dabei wird in Zusammenarbeit mit den Universitäten ein Abstrich von der Haut der Tiere genommen und im Labor untersucht. Solche Beprobungen haben auch wir gestern Abend gemacht.

Was können wir tun? Die Sporen des Pilzes werden neben wildlebenden Tieren auch durch uns Menschen und unsere tierischen Begleiter verbreitet. Das kann man verhindern, indem … wir im Wald auf den Wegen bleiben.
… wir vor allem in Wäldern oder an Waldrändern nicht die Ufer von Bächen und anderen Gewässern betreten.

Das gilt selbstverständlich auch beispielsweise für Hunde.

Wenn man in Gebieten unterwegs war, die vom Bsal betroffen sind, ist zudem die anschließende Desinfektion der Schuhe wichtig. Damit lässt sich vermeiden, dass die Sporen in noch nicht betroffene Gebiete getragen werden. Zur Desinfektion können eine 70%ige Alkohol-Lösung (z. B. handelsüblicher Brennspiritus) oder eine 1%ige Virkon-S-Lösung verwendet werden.

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  • Interessant, wusste zwar das sowas existiert, speziell bei Urwaldfrösche.