Der Balkenschröter

„Kleiner Hirschkäfer“ wird der Balkenschröter im Volksmund oft genannt. Und das nicht zu Unrecht. Beide gehören zur Familie der Schröter und haben eine ähnliche Lebensweise. Aus diesem Grund haben die beiden Arten auch mit ähnlichen Problematiken zu kämpfen. Diese sind mittlerweile so groß, dass der Balkenschröter durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt ist. Trotzdem wird der Balkenschröter noch als „nicht gefährdet“ eingestuft. In einigen Bundesländern steht er allerdings schon auf der Roten Liste.

Am meisten setzen ihm sicherlich unsere aufgeräumten Forste zu. Balkenschröter sind auf Totholz angewiesen, was in vielen Forsten (und Gärten) leider Mangelware ist. In diesem wachsen, über mehrere Jahre hinweg, seine Larven heran. Deswegen ist der Balkenschröter zwingend auf ein konstantes Totholzvorkommen in seinem Lebensraum angewiesen. Denn aufgrund der langen Entwicklung der Larven genügt es ihm nicht, wenn beispielsweise ein Stamm oder Äste nur über den Winter liegen bleibt.
Darüber hinaus ist der Balkenschröter aber gar nicht so anspruchsvoll, was seinen Lebensraum angeht. Anzutreffen ist er sowohl im Wald, in Parks, an Alleen mit Altbaumbeständen oder in alten Obstbaumbeständen. Im Grunde überall dort, wo er ausreichend Totholz findet. Am besten lässt er sich von Mai bis Juli beobachten.

Neben dem Zersetzen von altem Holz erfüllt der Balkenschröter noch auch eine weitere wichtige Rolle innerhalb eines funktionierenden Ökosystems: Seine Larven, wie auch später seine Puppen, dienen vielen anderen Insektenarten als Nahrung. Ein Rückgang der Balkenschröter-Population führt somit zwangsläufig auch zum Rückgang anderer Arten. Stabile Balkenschröter-Populationen sind also ein wichtiger Baustein für den Erhalt der natürlichen Artenvielfalt im jeweiligen Ökosystem.

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