Der Feldspatz

Vor über 10.000 Jahren, als die Menschen sesshaft wurden und anfingen Pflanzen anzubauen, schloss sich der Spatz den Menschen an.

Das Verhältnis zum Spatz ist zwiespältig. Er prägt eine Vielzahl an Sprichwörtern und Kosenamen – sicherlich kennt jeder von euch einige davon. Doch die Vorliebe für Körner brachte dem Spatz auch seinen Ruf als „Schädling“ ein. Zwar blieben Fang- und Vergiftungsaktionen bis in die 1950er Jahre wirkungslos, doch die Umgestaltung seines Lebensraums setzte ihm deutlich zu.

Der Spatz begibt sich am liebsten gemeinsam auf Nahrungssuche. Wenn ein Spatz eine Nahrungsquelle entdeckt hat, ruft er seine Artgenossen herbei. Deswegen hat er nur als Teil einer großen Gruppe eine dauerhafte Überlebenschance.

Neben Sämereien, Wildgräsern und Wildkräutern stehen auch Insekten auf seinem Speiseplan. Während der Aufzucht des Nachwuchses verfüttert ein Brutpaar in 30 Minuten etwa 100 kleine Insekten. Zur Freude von Balkon- und Gartenbesitzern macht der Spatz unter anderem auf Blattläuse, Raupen und Mücken Jagd.

Um ihm bei der Nahrungssuche zu helfen, kann man neben Wildgräsern und –kräutern auch Wildblumen anpflanzen, die nektarliebende Insekten anziehen. Dabei sind einheimische Pflanzen besonders wertvoll – sie ernähren im Schnitt nämlich sechsmal mehr Vogelarten als importierte Pflanzen. Auf den Einsatz von Gift sollte im Garten ohnehin verzichtet werden – der Spatz ist nur eines von vielen Tieren, die dadurch vergiftet werden. Und um die Blattläuse kümmern sich Spatz, Marienkäfer und Co. liebend gerne.

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