Der Turmfalke

Von den in Deutschland heimischen Turmfalken nehmen nur wenige die weiten Wanderungen in Überwinterungsgebiete in Kauf. Allerdings optimiert der Turmfalke im Winter seinen Energieaufwand. Um an seine Lieblingsbeute – Mäuse – zu kommen, hat der Turmfalke zwei Strategien. Die bekannteste Jagdstrategie des Turmfalken ist der Rüttelflug. Dabei scheint er in 10 bis 20 Metern Höhe in der Luft zu „stehen“. Erblickt er seine Beute, geht er im Sturzflug zum Angriff über. Bei der energiesparenderen Jagdstrategie sitzt der Turmfalke auf Zäunen, Masten oder Ästen und hält Ausschau nach Beute.

Im Winter sieht man den Turmfalken nur selten im Rüttelflug. Pro erbeuteter Maus verbraucht die Ansitzjagd nur halb so viel Energie wie die Jagd aus dem Rüttelflug – und das, obwohl die Erfolgsquote dabei niedriger ist. Durch den Wechsel der Jagdform optimiert der Turmfalke seinen Energieverbrauch.

Ein sitzender Turmfalke erscheint mit einer Körperlänge von 34 bis 36 Zentimetern nur unwesentlich größer als ein Eichelhäher. Erst im Flug ist das wahre Ausmaß seiner Flügel zu erkennen, die mit 75 bis 76 Zentimetern eine etwa 20 Zentimeter größere Spannweite haben als die Flügel des Eichelhähers.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.